Code-Assistenz: 23.484 Euro Barwert, mit bewusst nüchternen 5 Prozent Produktivitätsgewinn
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Jetzt lesenEin Anlagenbetreiber mit rund 1.500 Mitarbeitenden versorgt Industriekunden mit Energie und Medien. 40 kritische Aggregate — Pumpen, Verdichter, Lüftungsanlagen — fallen bisher ungeplant aus. Ein Prognosesystem wertet Sensordaten aus und meldet Anomalien, bevor ein Aggregat ausfällt. Die Instandhaltung plant dann den E
| Steckbrief | Wert |
|---|---|
| Branche | Anlagenbetrieb (Energie- und Medienversorgung für Industriekunden) |
| Größe | rund 1.500 Mitarbeitende |
| Use-Case | Wartungsprognose (Predictive Maintenance) für 40 kritische Aggregate |
| Einmalkosten | 88.000 € |
| Laufende Kosten (erwartet) | 44.000 €/Jahr |
| Amortisation (erwartet) | rund 28 Monate |
| Barwert 3 Jahre (erwartet) | 18.541 € |
Dieser Fall ist eine typisierte Modellrechnung nach der Methodik der KIONIER-Arbeitshilfe C. Er beschreibt kein reales Unternehmen. Alle Werte sind Startpunkte für Ihre eigene Rechnung im ROI-Rechner (/roi-rechner/), belastbar wird sie erst mit Ihrer eigenen Baseline.
Ein Anlagenbetreiber mit rund 1.500 Mitarbeitenden versorgt Industriekunden mit Energie und Medien. 40 kritische Aggregate (Pumpen, Verdichter, Lüftungsanlagen) fallen bisher ungeplant aus. Ein Prognosesystem wertet Sensordaten aus und meldet Anomalien, bevor ein Aggregat ausfällt. Die Instandhaltung plant dann den Eingriff ins nächste Wartungsfenster.
Die Baseline stammt aus zwei Jahren Instandhaltungshistorie und wurde eingefroren.
| Größe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Ungeplante Stillstandsereignisse pro Jahr | 46 | Instandhaltungssystem, 24 Monate |
| Dauer je Ereignis | rund 12 Stunden | Instandhaltungssystem, Störmeldungen |
| Ausfallkosten je Stillstandsstunde | 420 € | Controlling (Pönalen, Ersatzversorgung, Mehrarbeit) |
| Feuerwehr-Einsatzstunden Instandhaltung pro Jahr | 2.200 | Zeiterfassung Instandhaltung |
| Vollkostensatz Instandhaltung | 58 €/Stunde | Controlling |
| Express-Zuschläge und Notdienste pro Jahr | 21.000 € | Kreditorenbuchhaltung |
Der Pilot lief zwölf Monate auf acht Aggregaten. Hochgerechnet auf 40 Aggregate gelten rund 280 Stillstandsstunden pro Jahr als vermeidbar, etwa die Hälfte der bisherigen 552. Parallel wurde ein Wartungsvertrag neu verhandelt; der Zurechnungsanteil steht deshalb bei 75 Prozent erwartet.
Qualität und Risiko: 280 vermiedene Stillstandsstunden × 420 € ergeben brutto 117.600 € pro Jahr. Die Umsetzungsquote steht erwartet bei 70 Prozent. Nicht jede Warnung trifft ein Wartungsfenster, und Fehlalarme kosten Eingriffe ohne Befund.
Kapazität: Planbare Eingriffe ersetzen die Hälfte der 2.200 Feuerwehr-Stunden, also 1.100 Stunden. Brutto: 1.100 × 58 € = 63.800 € pro Jahr, Umsetzungsquote 50 Prozent erwartet. Instandhalter bleiben im Schichtdienst gebunden; frei wird die Zeit nur bei echter Einsatzplanung.
Kosten: Express-Zuschläge für Ersatzteile und externe Notdienste sinken um 14.000 € pro Jahr. Der Betrag ist kassenwirksam belegt und voll anrechenbar.
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{
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{"id": "kapazitaet", "label": "Kapazität", "brutto": 63800, "voll": false, "weich": false, "umsetzung": {"vorsichtig": 30, "erwartet": 50, "optimistisch": 70}},
{"id": "kosten", "label": "Kosten (kassenwirksam)", "brutto": 14000, "voll": true, "weich": false, "umsetzung": {"vorsichtig": 100, "erwartet": 100, "optimistisch": 100}}
],
"einmalkosten": 88000,
"laufend": {"vorsichtig": 52000, "erwartet": 44000, "optimistisch": 38000},
"anlauffaktor": 60,
"zins": 8
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"ergebnis": {
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"erwartet": {"nutzen": 99665, "nFull": 55665, "amortMonate": 28, "npv": 18541},
"optimistisch": {"nutzen": 136927, "nFull": 98927, "amortMonate": 11, "npv": 166944}
}
}
Im erwarteten Fall beträgt der anrechenbare Nutzen 99.665 € pro Jahr. Die Einmalkosten von 88.000 € decken die Sensorik-Nachrüstung von 40 Aggregaten, die Datenanbindung und den Modellaufbau. Die laufenden Kosten von 44.000 € umfassen Plattform, Modellpflege und die Prüfung der Alarmgüte. Es bleiben 55.665 € Nettonutzen pro Jahr ab dem zweiten Jahr. Das erste Jahr bringt mit Anlauffaktor 60 Prozent 15.799 €. Amortisation nach rund 28 Monaten. Der Barwert über drei Jahre liegt bei 18.541 € bei 8 Prozent Abzinsung.
| Kennzahl | vorsichtig | erwartet | optimistisch |
|---|---|---|---|
| Anrechenbarer Nutzen pro Jahr | 60.764 € | 99.665 € | 136.927 € |
| Nettonutzen voll (Jahr 2 und 3) | 8.764 € | 55.665 € | 98.927 € |
| Amortisation | nicht in 3 Jahren | rund 28 Monate | rund 11 Monate |
| Barwert über 3 Jahre (8 %) | -87.920 € | 18.541 € | 166.944 € |
Die kritischste Annahme ist der Zurechnungsanteil. Der erwartete Fall kippt unter rund 68 Prozent; angesetzt sind 75, der Abstand beträgt rund 10 Prozent. Die Umsetzungsquote der Stillstandsvermeidung kippt unter rund 60 Prozent, angesetzt sind 70. Die laufenden Kosten dürfen höchstens auf rund 51.195 €/Jahr steigen.
Nachmessen muss das der Leiter Instandhaltung. Der Weg: Jedes vermiedene Ereignis wird im Instandhaltungssystem dokumentiert, Warnung, geplanter Eingriff, Befund. Nur Ereignisse mit bestätigtem Befund zählen in die Wirkungsrechnung. Der neu verhandelte Wartungsvertrag wird als eigener Effekt getrennt ausgewiesen.
Der erwartete Fall trägt, aber mit knapp 28 Monaten Amortisation erst spürbar im dritten Jahr. Der vorsichtige Fall ist deutlich negativ; er tritt ein, wenn Fehlalarme die Umsetzungsquote drücken und der Vertragseffekt fälschlich der KI zugerechnet wird. Das Vorhaben ist deshalb ein Geduldsfall mit klarer Messpflicht, kein Schnellgewinn. Die eine Steuerungsaufgabe: die Befund-Dokumentation je Warnung von Tag eins an erzwingen, sonst ist der Nutzen in zwölf Monaten nicht belegbar. Empfehlung: freigeben mit Quartals-Review der Alarmgüte.
Ein Briefing pro Woche: Entscheidungsfragen, eingeordnete Zahlen und Fristen. Ihre Adresse geben wir nicht weiter.
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