Überzeugt, aber ohne Messung: Wie Geschäftsführer im Mittelstand auf KI blicken
18 Min. Lesezeit
Jetzt lesenZwei Drittel der Rollen sind höchstens zwei Jahre alt. Das passt zur IBM-IBV-Studie 2025: Der Anteil der Unternehmen mit dediziertem KI-Verantwortlichen stieg global von 11 Prozent (2023) auf 26 Prozent. Der Mittelstand zieht mit Verzögerung nach, meist ausgelöst durch Vorstandsdruck oder den EU AI Act.
| Merkmal | Ausprägung |
|---|---|
| Zielgruppe | Head of AI, KI-Beauftragte und KI-Verantwortliche mit formalem Mandat |
| n | 50 |
| Unternehmensgröße | 250 bis 2.000 Mitarbeiter, DACH |
| Erhebungslogik | Redaktionell modellierte Verteilungen, kalibriert an publizierten Primärstudien |
| Stand | Juli 2026 |
Dieses Lagebild ist eine redaktionell modellierte Erhebung: Die
Verteilungen sind keine eigene Feldarbeit, sondern an publizierten
Primärstudien kalibrierte, typisierte Ergebnisbilder (Kalibrierungs-
Anhang und Quellen am Ende). Sie zeigen, was eine solche Befragung
nach heutiger Studienlage plausibel ergäbe.
Die Rolle ist jung, die Berichtslinie alt. 66 Prozent der KI-Verantwortlichen sind seit höchstens zwei Jahren im Amt. 38 Prozent berichten an die IT-Leitung, nur 34 Prozent direkt an die Geschäftsführung. Das Mandat wächst schneller als die Organisationsstruktur dahinter.
Produktion bleibt die Ausnahme. 22 Prozent haben kein einziges produktives Vorhaben mit messbarem Ergebnisbeitrag. Bei 46 Prozent steckt die Mehrheit des Portfolios im Pilotstadium. Das deckt sich mit dem Befund von MIT NANDA 2025: 95 Prozent der Unternehmen sehen keinen messbaren Gewinnbeitrag.
Abbrüche sind Alltag, nicht Ausnahme. 62 Prozent haben in den letzten 24 Monaten mindestens ein KI-Vorhaben beendet. 48 Prozent verlieren mindestens ein Drittel ihrer Piloten vor dem Produktivgang. Der häufigste Grund ist Datenqualität, nicht die Modelltechnik.
Die Beweislast liegt bei einer Person. 46 Prozent sagen, der Nachweis der Wirtschaftlichkeit liege klar bei ihnen selbst. 64 Prozent müssen den Ertrag je Anwendungsfall formal belegen. Zugleich halten 68 Prozent die Erwartungen der Geschäftsführung für überzogen.
Schatten-KI ist der Normalzustand. 76 Prozent berichten von privater KI-Nutzung im Haus, nur 6 Prozent haben sie technisch unterbunden. Der Wert liegt im Korridor des Work Trend Index 2024, der 78 Prozent eigenmächtige KI-Nutzung misst.
Der Werkzeugkasten ist gekauft, nicht gebaut. 74 Prozent setzen einen Unternehmens-Chat-Assistenten ein, 68 Prozent Microsoft 365 Copilot. Nur 38 Prozent entwickeln eigene Anwendungen über Programmierschnittstellen. Vollständig in EU-Rechenzentren arbeiten 14 Prozent.
Der Ausblick heißt Konsolidierung. 72 Prozent wollen in den nächsten zwölf Monaten vor allem bestehende Piloten produktiv machen. Nur 26 Prozent planen neue Agenten-Piloten. Das Jahr der Experimente ist vorbei, das Jahr der Nachweise beginnt.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | unter 6 Monaten | 8 % |
| 2 | 6 bis 12 Monate | 22 % |
| 3 | 1 bis 2 Jahre | 36 % |
| 4 | 2 bis 3 Jahre | 20 % |
| 5 | länger als 3 Jahre | 14 % |
Zwei Drittel der Rollen sind höchstens zwei Jahre alt. Das passt zur IBM-IBV-Studie 2025: Der Anteil der Unternehmen mit dediziertem KI-Verantwortlichen stieg global von 11 Prozent (2023) auf 26 Prozent. Der Mittelstand zieht mit Verzögerung nach, meist ausgelöst durch Vorstandsdruck oder den EU AI Act.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | Geschäftsführung oder Vorstand | 34 % |
| 2 | CIO oder IT-Leitung | 38 % |
| 3 | CDO oder Digitalressort | 12 % |
| 4 | COO oder Betriebsleitung | 8 % |
| 5 | andere Berichtslinie | 8 % |
Die IT-Linie dominiert knapp vor der Geschäftsführung. Global berichten laut IBM IBV 2025 rund 57 Prozent der Chief AI Officers an CEO oder Board. Im Mittelstand wird die Rolle dagegen häufig aus der IT heraus aufgebaut und bleibt dort verankert. Wer Prozesse verändern soll, aber unterhalb der Geschäftsleitung hängt, verhandelt aus der zweiten Reihe.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | intern aus der IT | 36 % |
| 2 | intern aus einem Fachbereich | 22 % |
| 3 | extern aus einem Technologieunternehmen | 18 % |
| 4 | extern aus der Beratung | 14 % |
| 5 | aus einer Data-Science-Laufbahn | 10 % |
58 Prozent wurden intern besetzt. Das entspricht der IBM-IBV-Studie 2025, nach der 57 Prozent der KI-Verantwortlichen aus dem eigenen Haus kommen. Der externe Markt für diese Rolle ist im Segment 250 bis 2.000 Mitarbeiter klein, die Gehälter liegen deutlich unter Konzernniveau.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | kein eigenes Team | 26 % |
| 2 | 1 bis 2 | 30 % |
| 3 | 3 bis 5 | 26 % |
| 4 | 6 bis 10 | 12 % |
| 5 | mehr als 10 | 6 % |
Mehr als die Hälfte führt höchstens zwei Personen. Die Rolle ist im Mittelstand eher Stabsfunktion als Abteilung. Der NEXperts KI-Manager-Kompass 2026 beschreibt dieselbe Lage: hohe Erwartungen an KI-Verantwortliche, aber dünne formale Ausstattung.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | ja, dedizierte Vollzeitrolle | 32 % |
| 2 | Doppelrolle mit IT-Leitung | 34 % |
| 3 | Doppelrolle mit Digital- oder Organisationsfunktion | 22 % |
| 4 | Nebenaufgabe mit weniger als halber Kapazität | 12 % |
Zwei Drittel tragen die KI-Verantwortung neben einer anderen Funktion. Analysen zum deutschen Markt beschreiben die Doppelrolle mit CTO-, CIO- oder COO-Aufgaben als Regelfall im gehobenen Mittelstand. Für den Aufbau tragfähiger Strukturen bleibt so oft nur ein Bruchteil der Arbeitszeit.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | unter 100.000 Euro | 18 % |
| 2 | 100.000 bis 250.000 Euro | 30 % |
| 3 | 250.000 bis 500.000 Euro | 24 % |
| 4 | 500.000 bis 1 Million Euro | 16 % |
| 5 | über 1 Million Euro | 8 % |
| 6 | kein eigenes Budget | 4 % |
Der Median liegt im Korridor von 100.000 bis 500.000 Euro. Das ist genug für Piloten, aber knapp für Produktivbetrieb mit Betreuung, Monitoring und Schulung. Gartner 2024 nennt eskalierende Kosten als einen der vier Hauptgründe für Projektabbrüche.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | ja, vollständig | 24 % |
| 2 | teilweise, gemeinsam mit IT oder CFO | 46 % |
| 3 | nein, Budget liegt woanders | 30 % |
Nur ein Viertel entscheidet allein über das eigene Budget. Global kontrollieren laut IBM IBV 2025 rund 61 Prozent der Chief AI Officers ihr KI-Budget. Der Abstand zeigt das Reifegefälle: Im Mittelstand ist das Mandat da, die Budgethoheit oft nicht.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | monatlich | 26 % |
| 2 | quartalsweise | 42 % |
| 3 | halbjährlich | 14 % |
| 4 | nur anlassbezogen | 16 % |
| 5 | gar nicht | 2 % |
Zwei Drittel stehen mindestens quartalsweise vor der Geschäftsführung. Die Berichtsfrequenz ist hoch für eine Funktion, die mehrheitlich noch keine produktiven Ergebnisse vorweisen kann. Der Takt erzeugt genau den Rechtfertigungsdruck, den die Fragen 18 bis 20 zeigen.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | deutlich steigen | 16 % |
| 2 | leicht steigen | 38 % |
| 3 | gleich bleiben | 30 % |
| 4 | sinken | 12 % |
| 5 | noch offen oder strittig | 4 % |
54 Prozent erwarten steigende Budgets. Laut Bitkom 2025 planen 29 Prozent aller deutschen Unternehmen höhere KI-Investitionen; unter Häusern mit eigener KI-Rolle liegt der Wert naturgemäß höher. Bemerkenswert sind die 12 Prozent mit sinkendem Budget: Dort wird nach enttäuschten Piloten bereits gekürzt.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | 1 bis 3 | 16 % |
| 2 | 4 bis 6 | 34 % |
| 3 | 7 bis 10 | 28 % |
| 4 | 11 bis 15 | 14 % |
| 5 | mehr als 15 | 8 % |
Das typische Portfolio umfasst vier bis zehn Vorhaben. Die Streuung ist groß: Ein Fünftel arbeitet mit mehr als zehn parallelen Initiativen. MIT NANDA 2025 zeigt, dass hohe Vorhabenzahl und hoher Wertbeitrag nicht korrelieren müssen; entscheidend ist der Weg über die Pilotschwelle.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | keines | 22 % |
| 2 | genau eines | 34 % |
| 3 | zwei | 24 % |
| 4 | drei oder mehr | 20 % |
Gemessen am Portfolio aus Frage 10 liegt die Produktivquote bei grob 15 Prozent der Vorhaben. Das ist der Korridor, den MIT NANDA 2025 (5 Prozent der Enterprise-Werkzeuge in Produktion) und McKinsey 2025 (39 Prozent mit Ergebniswirkung, meist unter 5 Prozent des EBIT) aufspannen. Häuser mit formaler KI-Rolle liegen am oberen Rand.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | noch keiner produktiv | 22 % |
| 2 | Dokumente und Wissensarbeit | 24 % |
| 3 | Kundenservice | 16 % |
| 4 | Produktion und Qualität | 14 % |
| 5 | Vertrieb und Marketing | 12 % |
| 6 | Verwaltung und Backoffice | 12 % |
Dokumentenarbeit führt, weil dort Daten und Nutzen am schnellsten zusammenkommen. Auffällig ist der geringe Anteil von Vertrieb und Marketing. MIT NANDA 2025 kritisiert genau diese Fehlallokation: Rund die Hälfte der Budgets fließt in Vertriebsthemen, die nachhaltigeren Erträge liegen im Backoffice.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | Ideen- und Prüfphase | 14 % |
| 2 | Proof of Concept oder Pilot | 46 % |
| 3 | Rollout vorbereitet oder laufend | 22 % |
| 4 | produktiver Betrieb | 18 % |
Fast die Hälfte der Portfolios hängt im Pilotstadium. McKinsey 2025 beschreibt dasselbe Bild: Rund zwei Drittel der Unternehmen stecken in Experimentier- oder Pilotphasen, nur ein Drittel skaliert. Die Pilotschwelle ist die eigentliche Engstelle der Transformation, nicht der Start.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | ja, mehrere | 34 % |
| 2 | ja, genau eines | 28 % |
| 3 | nein | 34 % |
| 4 | unbekannt oder vor meiner Zeit | 4 % |
62 Prozent haben mindestens ein Vorhaben beendet. Das ist kein Ausreißer, sondern Marktlage: S&P Global 2025 zählt 42 Prozent der Unternehmen, die die Mehrheit ihrer KI-Initiativen abbrachen. Ein geordneter Abbruch ist dabei oft das bessere Ergebnis als ein Pilot im Dauerbetrieb ohne Nutzen.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | weniger als ein Fünftel | 18 % |
| 2 | ein Fünftel bis ein Drittel | 26 % |
| 3 | ein Drittel bis die Hälfte | 32 % |
| 4 | mehr als die Hälfte | 16 % |
| 5 | noch keine beendeten Piloten | 8 % |
48 Prozent verlieren mindestens ein Drittel ihrer Piloten. Der modellierte Schwerpunkt liegt im Korridor der Realstudien: Gartner 2024 erwartete mindestens 30 Prozent Abbrüche nach dem Proof of Concept, S&P Global 2025 misst im Schnitt 46 Prozent verworfene Machbarkeitsnachweise.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | Datenqualität oder Datenverfügbarkeit | 40 % |
| 2 | unklarer Geschäftswert | 34 % |
| 3 | Kosten höher als geplant | 24 % |
| 4 | fehlende Akzeptanz der Nutzer | 20 % |
| 5 | rechtliche oder Compliance-Bedenken | 18 % |
| 6 | unzureichende technische Qualität | 16 % |
| 7 | kein Abbruch in den letzten 24 Monaten | 38 % |
Anteile bezogen auf alle 50 Befragten; 38 Prozent hatten keinen Abbruch. Die Rangfolge deckt sich mit Gartner 2024: schlechte Datenqualität, unklarer Geschäftswert und eskalierende Kosten führen die Abbruchgründe an. Die Modelltechnik selbst steht am Ende der Liste.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | kein Abbruch bisher | 38 % |
| 2 | Geschäftsführung oder Vorstand | 20 % |
| 3 | ich selbst mit meinem Team | 16 % |
| 4 | ein gemeinsames Gremium | 14 % |
| 5 | der Fachbereich zog sich zurück | 6 % |
| 6 | niemand formal, das Vorhaben schlief ein | 6 % |
Nur 16 Prozent der Befragten haben selbst einen Abbruch entschieden. Häufiger beendet die Geschäftsführung, oder ein Vorhaben endet ohne formalen Beschluss. Eingeschlafene Piloten sind das teuerste Muster: Sie binden Lizenzen und Aufmerksamkeit, ohne dass jemand Verantwortung für das Ende übernimmt.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | ja, bereits vor dem Start | 30 % |
| 2 | ja, im laufenden Betrieb | 34 % |
| 3 | nur qualitative Einschätzung gefordert | 24 % |
| 4 | nein | 12 % |
64 Prozent stehen unter formaler Nachweispflicht. Das ist doppelt bemerkenswert, weil belastbare Baselines in vielen Häusern fehlen. Der Work Trend Index 2024 beschreibt den Mechanismus: Führungskräfte fordern sofortigen Renditenachweis und lähmen damit genau die Vorhaben, die Zeit zum Wirken bräuchten.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | deutlich überzogen | 26 % |
| 2 | etwas überzogen | 42 % |
| 3 | realistisch | 26 % |
| 4 | eher zu vorsichtig | 6 % |
68 Prozent halten die Erwartungen für überzogen. Hier liegt das dokumentierte Perspektiv-Gefälle: Die Geschäftsführung sieht Potenzial, die KI-Verantwortlichen sehen Datenlage und Integrationsaufwand. McKinsey 2025 liefert den Referenzrahmen; messbare Ergebniswirkung bleibt auch bei Nutzern die Ausnahme, nicht die Regel.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | klar bei mir | 46 % |
| 2 | geteilt zwischen mir und den Fachbereichen | 34 % |
| 3 | beim jeweiligen Fachbereich | 12 % |
| 4 | niemand fordert einen Nachweis | 8 % |
Fast die Hälfte trägt die Beweislast allein. Das ist die strukturelle Schieflage dieser Rolle: Verantwortung für Ergebnisse, aber laut Frage 7 nur bei einem Viertel volle Budgethoheit. Der NEXperts KI-Manager-Kompass 2026 nennt fehlende formale Entscheidungsrechte als zentrales Defizit der KI-Verantwortlichen.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | Unternehmens-Chat-Assistent (etwa ChatGPT Enterprise) | 74 % |
| 2 | Microsoft 365 Copilot | 68 % |
| 3 | KI-Funktionen in vorhandener Standardsoftware | 46 % |
| 4 | eigene Wissenssuche mit RAG | 42 % |
| 5 | Eigenentwicklung über Programmierschnittstellen | 38 % |
| 6 | Agenten-Frameworks | 18 % |
| 7 | Bild- oder Videogenerierung | 12 % |
Gekaufte Standardwerkzeuge dominieren klar. MIT NANDA 2025 misst dasselbe Muster: Über 80 Prozent der Unternehmen haben allgemeine Assistenten erprobt, während eigene Systeme selten die Produktion erreichen. Die niedrige Agenten-Quote zeigt, wie weit Marketingrhetorik und Mittelstandsalltag auseinanderliegen.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | vollständig | 14 % |
| 2 | überwiegend | 30 % |
| 3 | etwa die Hälfte | 22 % |
| 4 | der kleinere Teil | 24 % |
| 5 | nicht genau bekannt | 10 % |
Zwischen Anspruch und Realität klafft eine Lücke. Laut Bitkom 2025 würden 93 Prozent der Unternehmen einen KI-Anbieter aus Deutschland bevorzugen. Tatsächlich vollständig in der EU arbeiten in diesem Lagebild 14 Prozent. Bemerkenswert sind die 10 Prozent, die ihre eigene Hosting-Lage nicht genau kennen.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | ja, sicher und verbreitet | 44 % |
| 2 | ja, vereinzelt bekannt | 32 % |
| 3 | vermutlich, aber ohne Einblick | 18 % |
| 4 | nein, technisch unterbunden | 6 % |
76 Prozent bestätigen Schatten-KI im Haus. Der Wert liegt exakt im Korridor des Work Trend Index 2024: 78 Prozent der KI-Nutzer bringen eigene Werkzeuge mit, in kleineren und mittleren Unternehmen sogar 80 Prozent. Wer Schatten-KI ignoriert, hat kein Nutzungsproblem, sondern ein Datenabflussproblem.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | freigegebene Alternative bereitgestellt | 52 % |
| 2 | Nutzungsrichtlinie erlassen | 46 % |
| 3 | Schulungsangebot dazu aufgebaut | 32 % |
| 4 | einzelne Dienste technisch gesperrt | 14 % |
| 5 | bisher keine Maßnahme | 10 % |
Die Mehrheit antwortet mit Angebot statt Verbot. Das entspricht der Empfehlung fast aller Studienautoren: Der Work Trend Index 2024 zeigt, dass verdeckte Nutzung quer durch alle Altersgruppen läuft und sich nicht wegverbieten lässt. Ohne freigegebene Alternative wandert die Nutzung nur tiefer in den Schatten.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | flächendeckend umgesetzt | 18 % |
| 2 | teilweise umgesetzt, Schlüsselrollen geschult | 40 % |
| 3 | in Planung | 30 % |
| 4 | noch nicht begonnen | 12 % |
Die Pflicht zur KI-Kompetenz gilt seit Februar 2025, trotzdem haben 42 Prozent noch keine laufenden Schulungen. Das ist Orientierung, keine Rechtsberatung; die Aufsichtspraxis ist noch jung. Wer erst bei der ersten Anfrage einer Behörde startet, hat den günstigsten Zeitpunkt verpasst.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | ja, gesucht und besetzt | 24 % |
| 2 | gesucht, Stellen teils unbesetzt | 32 % |
| 3 | gesucht, ohne Erfolg | 12 % |
| 4 | nicht gesucht, intern entwickelt | 26 % |
| 5 | Stellen wurden gestrichen | 6 % |
44 Prozent der suchenden Häuser bleiben ganz oder teilweise erfolglos. Der Mittelstand konkurriert bei KI-Profilen mit Konzerngehältern, die deutlich über den eigenen Spannen liegen. Ein Viertel umgeht den Engpass bewusst über interne Entwicklung, was zur internen Besetzungsquote aus Frage 3 passt.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | Datenqualität und Datenzugriff | 66 % |
| 2 | Erwartungsmanagement Richtung Geschäftsführung | 58 % |
| 3 | fehlende Fachkräfte und Zeit | 48 % |
| 4 | Rechtsunsicherheit rund um die KI-Verordnung | 44 % |
| 5 | Integration in Altsysteme | 42 % |
| 6 | Budget | 36 % |
| 7 | Akzeptanz in der Belegschaft | 34 % |
Datenqualität und Erwartungsmanagement führen mit Abstand. Genau hier liegt das Perspektiv-Gefälle zur Geschäftsführung, die eher Budget und Tempo diskutiert. Die Rangfolge spiegelt die Abbruchgründe aus Frage 16: Was Piloten scheitern lässt, ist vorher als Hindernis sichtbar.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | sehr zufrieden | 6 % |
| 2 | eher zufrieden | 36 % |
| 3 | gemischt | 38 % |
| 4 | eher enttäuscht | 16 % |
| 5 | sehr enttäuscht | 4 % |
Die Stimmung ist verhalten, nicht vernichtend. MIT NANDA 2025 dokumentiert die Skepsis wörtlich: Von Dutzenden Anbieter-Demos pro Jahr gelten nur ein bis zwei als wirklich brauchbar. Zufriedenheit entsteht dort, wo Anbieter sich an Betriebskennzahlen messen lassen statt an Demo-Eindrücken.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | wesentlicher Beitrag zum Fortschritt | 20 % |
| 2 | teils hilfreich, teils austauschbar | 36 % |
| 3 | kaum messbare Wirkung | 22 % |
| 4 | keine externen Berater eingesetzt | 22 % |
Nur ein Fünftel sieht wesentlichen Beitrag. Interessant ist der Kontrast zu MIT NANDA 2025: Extern begleitete Vorhaben erreichen etwa doppelt so oft die Produktion wie reine Eigenentwicklungen. Die Enttäuschung richtet sich offenbar weniger gegen externe Hilfe an sich als gegen austauschbare Foliensätze.
| Nr. | Antwortoption | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | bestehende Piloten produktiv machen | 72 % |
| 2 | Governance und Umsetzung der KI-Verordnung | 54 % |
| 3 | Datenbasis konsolidieren | 50 % |
| 4 | wenige Anwendungsfälle skalieren statt neue starten | 46 % |
| 5 | Schulungen ausweiten | 38 % |
| 6 | Kosten und Lizenzlandschaft konsolidieren | 30 % |
| 7 | neue Agenten-Piloten starten | 26 % |
Die Agenda ist defensiv im besten Sinn: erst liefern, dann erweitern. Fast drei Viertel setzen auf den Produktivgang des Bestands. Das ist die rationale Antwort auf die Befunde dieses Lagebilds; wer die Pilotschwelle nicht überwindet, verliert Budget und Rückhalt zugleich.
| Kernwert dieses Lagebilds | Modellwert | Stützende Realstudie |
|---|---|---|
| Produktivquote im Portfolio (Fragen 11 und 13) | grob 15 Prozent der Vorhaben, 22 Prozent ganz ohne Produktivfall | MIT NANDA 2025 (95 Prozent ohne messbaren Gewinnbeitrag, 5 Prozent der Enterprise-Werkzeuge in Produktion); McKinsey 2025 (39 Prozent mit Ergebniswirkung, meist unter 5 Prozent des EBIT) |
| Abbruchquote von Piloten (Fragen 14 und 15) | 62 Prozent mit mindestens einem Abbruch, Schwerpunkt ein Drittel bis die Hälfte | Gartner 2024 (mindestens 30 Prozent Abbrüche nach Proof of Concept); S&P Global 2025 (42 Prozent brechen Mehrheit ab, im Schnitt 46 Prozent der Machbarkeitsnachweise verworfen) |
| Abbruchgründe (Frage 16) | Datenqualität vor Geschäftswert und Kosten | Gartner 2024 (Datenqualität, Risikokontrollen, Kosten, unklarer Geschäftswert) |
| Schatten-KI (Frage 23) | 76 Prozent bestätigen private Nutzung | Microsoft und LinkedIn, Work Trend Index 2024 (78 Prozent BYOAI, kleinere und mittlere Unternehmen 80 Prozent) |
| Rollenreife und Verbreitung (Frage 1) | 66 Prozent höchstens zwei Jahre im Amt | IBM IBV 2025 (Anteil Unternehmen mit CAIO von 11 Prozent 2023 auf 26 Prozent gestiegen, Deutschland 25 Prozent) |
| Interne Besetzung (Frage 3) | 58 Prozent intern | IBM IBV 2025 (57 Prozent intern besetzt) |
| Berichtslinie und Budgethoheit (Fragen 2 und 7) | 34 Prozent an GF, 24 Prozent volle Budgetkontrolle | IBM IBV 2025 (global 57 Prozent an CEO oder Board, 61 Prozent Budgetkontrolle) als oberer Anker; Mittelstandsabschlag nach NEXperts 2026 (fehlende formale Entscheidungsrechte) |
| Budgeterwartung (Frage 9) | 54 Prozent erwarten Anstieg | Bitkom 2025 (29 Prozent aller Unternehmen planen höhere Investitionen; Häuser mit KI-Rolle darüber) |
| Werkzeug-Mix (Frage 21) | Standard-Assistenten vor Eigenbau | MIT NANDA 2025 (über 80 Prozent haben allgemeine Assistenten erprobt, rund 40 Prozent im Einsatz) |
| EU-Hosting-Lücke (Frage 22) | 14 Prozent vollständig EU | Bitkom 2025 (93 Prozent würden deutschen Anbieter bevorzugen) als Kontrast zwischen Präferenz und Praxis |
| Erwartungs-Gefälle (Fragen 18 bis 20) | 68 Prozent halten GF-Erwartungen für überzogen | Microsoft und LinkedIn 2024 (Druck auf sofortigen Renditenachweis); McKinsey 2025 (Ergebniswirkung bleibt Ausnahme) |
Die Adoption im Segment 250 bis 2.000 Mitarbeiter ist in diesem Lagebild konstruktionsbedingt bei 100 Prozent, da nur Häuser mit formaler KI-Rolle befragt würden. Als Querschnittsanker gilt Bitkom 2025 mit 36 Prozent Nutzung über alle Unternehmen ab 20 Beschäftigten; für größere Mittelständler liegt der Korridor bei 55 bis 65 Prozent Nutzung oder Pilotierung. Die Umfragen 2 bis 4 dieses Lagebilds verwenden dieselben Anker.
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